Entwicklungsgespräche: So gewinnen Sie bei das Vertrauen der Eltern

16.11.2016

Bauen Sie das Vertrauen zwischen Schule und Eltern auf, indem Sie die Eltern von Anfang an in den Lern- und Entwicklungsprozess des Kindes einbeziehen. Beachten Sie hierzu die folgenden 3 Prinzipien einer wirkungsvollen Prozessbegleitung.

Prinzip 1: Kontinuierlich Entwicklungsgespräche mit Eltern führen

Informieren Sie die Eltern frühzeitig, wenn sich Lernprobleme beim Kind zei­gen. Laden Sie im Schuljahresverlauf die Eltern in regelmäßigen Abständen zu weiteren Entwicklungsgesprächen ein.

 

Inklusion in der Schule

 

Prinzip 2: Eltern frühzeitig durch Spezialisten unterstützen

Werden die Lernlücken immer größer, empfehlen Sie den Eltern, den Bera­tungslehrer oder den Schulpsychologen aufzusuchen. Beobachten Sie erhebli­che Probleme bei der Auffassung und Speicherung von Lerninhalten, liegt die Vermutung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs im Lernen nahe. Ziehen Sie in diesem Fall den mobilen son­derpädagogischen Dienst zu Rate. So zeigen Sie den Eltern, dass Sie alle Mög­lichkeiten der Förderung ausschöpfen.

Prinzip 3:  Alternativen im Entwicklungsgespräch darstellen

Bei gravierenden Lernproblemen ei­nes Schülers steht die Frage nach dem geeigneten Förderort im Raum. Auch wenn das Recht auf Teilhabe in den Schulgesetzen der meisten Bundeslän­der festgeschrieben ist, spielen für die Entscheidung doch die konkreten Be­dingungen eine erhebliche Rolle. Stel­len Sie die Alternativen dar, sofern ein Übertritt an eine Förderschule in Frage kommt. Dann können sich die Eltern gut informiert entscheiden.

Auch bei der Frage, ob bei festge­stelltem sonderpädagogischem Förder­bedarf auf den lernzielgleichen Unter­richt verzichtet werden soll, brauchen die Eltern umfassende Informationen über die aktuellen und künftigen Kon­sequenzen. Empfehlen Sie eine Leis­tungsbeschreibung entlang den indivi­duellen Lernzielen eines Förderplans und den Verzicht auf Zensuren, wird dies im Zeugnis vermerkt.


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