Mit anderen Schulen kooperieren

02.08.2012

„Endlich geschafft. Ich kann auf das Gymnasium!“, jubelt so mancher Ihrer Schüler im Sommer. Doch im Herbst ist die Freude oftmals rasch vorbei. Wenn die sich abrupt ändernden Anforderungen der neuen Schulart schlechte Noten und Misserfolge bringen, wird der Übergang zur Stolperschwelle. Was können Sie als Schulleitung tun, um „Stolpersteine“ aus dem Weg zu räumen?

Folgende 4 Tipps lassen eine Kooperation mit der weiterführenden Schule gelingen:
 

1. Tipp: Starten Sie gemeinsam eine Kooperation!

Mit einer zielorientierten  Kooperation Grundschule – Gymnasium können Sie die Übertrittsprobleme Ihrer Schüler verringern. Die meisten Schüler haben die gleichen Probleme. Regen Sie einen Arbeitskreis aus Grundschulen und dem Gymnasium an, in das die meisten Ihrer Viertklässler übertreten. Schulleitungen und die Lehrer der 3. und 4. Klassen der abgebenden Schulen sowie die neuen Klassenlehrer der 5. Klassen des Gymnasiums sollten in diesem Arbeitskreis vertreten sein.
Treten Sie als Sprecher der Grundschulen an die Schulleitung des Gymnasiums heran und regen Sie an, sich an einem Nachmittag zum gegenseitigen Informationsaustausch zu treffen.

2. Tipp: Klären Sie die Zielsetzung der Kooperation!

Aus dem Spannungsfeld der beiden sehr unterschiedlichen Schularten ergeben sich häufig Vorurteile. Sie sind mit gegenseitigen Schuldzuweisungen verbunden wie „Die Kinder sind nicht richtig auf das Gymnasium vorbereitet!“ oder auf der anderen Seite: „Das Gymnasium verlangt zu viel von unseren Schülern.“ Ein erstes Ziel des Treffens ist, diese unsachlichen Vorwürfe auszuräumen.

3. Tipp: Vereinbaren Sie weitere Ziele!

Sie wollen sich über das Selbstverständnis der jeweils anderen Schulart informieren, das Verständnis für die jeweils andere Schulart wecken und die Lehrpläne und die Anforderungen an die fachübergreifenden Kompetenzen von Grundschule und 5. Klasse Gymnasium vergleichen. Schließlich ist es auch wichtig, pädagogische sowie erzieherische Besonderheiten der beiden Schularten zu vergleichen.

4. Tipp: Planen Sie im Kollegium gegenseitige Hospitationen!

Ergänzen Sie den verbalen Austausch mit gegenseitiger Hospitation. Ein Englischlehrer des Gymnasiums sieht sich z.B. eine Unterrichtsstunde Grundschul-Englisch an und umgekehrt. Ihre Grundschul-Kollegen erkennen, was ihre Schüler ab Herbst leisten müssen.

Praxistipp: Sorgen Sie für Verbindlichkeit und Verständnis. Nehmen Sie Ihr Kooperationskonzept in das Leitbild Ihrer Schule auf und  informieren Sie Ihre Eltern und die Öffentlichkeit über Ihr Vorhaben.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Der Trainingsraum als Möglichkeit effektiven Umgangs mit Störungen im Unterricht

10. Mai 2018

Jede Schülerin, jeder Schüler hat das Recht, ungestört zu lernen! Jeder Lehrerin, jeder Lehrer hat das Recht, ungestört zu unterrichten. Jeder muss die Rechte der anderen respektieren! Verankern Sie diese Rechte als... Das müssen Sie über einen Trainingsraum für Unterrichtsstörer wissen

So bringen Arbeitskreise Ihre Schule zum Erfolg

15. Juni 2017

Es gibt viele legitime Anlässe dafür, einen Arbeitskreis an Ihrer Schule zu initiieren, z. B. um die Unterrichtsentwicklung voranzubringen oder das Image der Schule zu optimieren. Welche Arbeitskreise neben einer Steuergruppe... So setzen Sie Arbeitskreise erfolgreich ein

Regeln zur störungsfreien Nutzung von PC und Internet

16. Januar 2017

Sicher gibt es an Ihrer Schule eine Haus- und wahrscheinlich auch eine Pausenordnung. Doch im PC-Zeitalter dürfen auch festgeschriebene Regeln für die Nutzung von Computern und des Internets nicht fehlen. Mit solch einer „PC-... So gelingt die PC-Nutzung im Unterricht




Verlag PROSchule

Service: +49 (0) 228-95 50 130
E-Mail: info@schulleiter.de

© 2019, VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft