Mit diesen Tipps halten Sie ab jetzt erfolgreiche Fortbildungen zu digitalen Themen ab

21.03.2019

In der Schulleitung oder Medienbeauftragter zählt es zu Ihren Aufgaben, Ihr Wissen an die Lehrkräfte in Form von Fortbildungen weiterzugeben. Gerade beim Thema „Digitale Medien“ scheint es in den Kollegien einen hohen Bedarf an Fortbildungen zu geben. Dies mag vielleicht an einer unzureichenden Ausbildung im Studium und Referendariat liegen. Aber auch die rasante Veränderung von Technik trägt dazu bei. Mit diesen Tipps machen Sie Ihre Fortbildung zu einem Erfolg!

Damit die Teilnehmenden möglichst viele Inhalte mitnehmen und gleichzeitig mit Freude an Ihrer Fortbildung teilnehmen, gebe ich Ihnen hier 4 Tipps für Ihre nächste Fortbildung.

1. Tipp: Sorgen Sie für die passenden Rahmenbedingungen

Die meisten Fortbildungen finden nachmittags statt. Beginnen Sie daher nicht unmittelbar nach dem Unterricht damit, sondern gewähren Sie den Lehrkräften ihre wohlverdiente Mittagspause. Kommen Sie rechtzeitig vor Beginn an, um Stress zu vermeiden. So haben Sie auch noch Zeit, um die Technik vor Ort zu überprüfen. Die richtige Verkabelung mit dem Beamer sowie die Anzeigeeinstellungen auf Ihrem Laptop gehören ebenso dazu wie die Konfiguration einer Fernbedienung zum Navigieren der Präsentation.

Meine Rat zur Zeitstruktur: Aus meiner Erfahrung heraus nehmen die Teilnehmenden besonders viel aus „inoffiziellen“ Phasen wie der Kaffeepause einer Fortbildung mit. Im ungezwungenen Plausch werden häufig kurze Tipps, App-Empfehlungen oder besonders passende Methoden für den Umgang mit digitalen Medien ausgetauscht.

2. Tipp: KISS – Keep it simple, stupid

Vermeiden Sie nach Möglichkeit Tools, die aus der Nerd-Ecke kommen und zu speziell oder zu kompliziert sind. Das mag zwar eventuell zu ehrfürchtigen und bewundernden Blicken bei den Teilnehmenden führen, es bringt aber nichts, wenn danach niemand diese Werkzeuge im eigenen Unterricht einsetzen kann oder will.

Mein Rat zum Schwierigkeitsgrad: Zeigen Sie einfache Tools und Tipps, die auch Lehrkräfte mit wenig Erfahrung verstehen und schnell im eigenen Unterricht einsetzen können. Und sollte es trotzdem mal „ans Eingemachte“ gehen, kennzeichnen Sie Ihre Fortbildungen mit dem Zusatz „für Fortgeschrittene“.

3. Tipp: Reden Sie nicht zu viel – machen Sie!

Haben Sie bei der Planung und Durchführung eher das Format des Workshops im Kopf und weniger das des Vortrags. Vermeiden Sie auch Textwüsten in Ihrer Präsentation, und geben Sie kurzen Input, der dann in eigenständiges Handeln der Teilnehmenden übergeht. Diese Phasen können sich immer wieder abwechseln. Wichtig ist bei den konkreten Handlungen, dass Sie die einzelnen Gruppen abwechselnd betreuen – so wie Sie es auch in Ihrem Unterricht machen!

Mein Rat für eine anschauliche Präsentation: Wenn Sie die Arbeit mit Tablets im Unterricht vermitteln, dann bringen Sie Tablets mit! Geht es Ihnen um die Gestaltung von Arbeitsblättern mit Textverarbeitung? Dann geben Sie gezielte Aufträge für ein fertiges Produkt!

Möchten Sie Netzwerkgrundlagen vermitteln, halten Sie eine Kiste mit Hardware und Kabeln bereit! Sorgen Sie dafür, dass Ihre Fortbildung eher einer Werkstatt und nicht so sehr einem Hörsaal gleicht!

4. Tipp: Begleitmaterial ist wichtig

Stellen Sie nach Möglichkeit den Teilnehmenden Ihre Präsentation als PDF zur Verfügung, damit diese auch nach der Veranstaltung noch wichtige Punkte nachlesen können. Kündigen Sie dies auch bereits vor Beginn an, damit die Lehrkräfte nicht unnötig Notizen machen müssen und sich auf Ihren Input konzentrieren können.

Herunterladbare Präsentationen haben auch den Vorteil, dass Links auf Webseiten mit weiterführenden Informationen anklickbar sind. Zusätzlich empfehle ich Ihnen, ein Handout auszudrucken und vorab auszuteilen. Dessen Umfang sollte 3 Seiten nicht überschreiten – es fasst die wesentlichen Inhalte Ihrer Fortbildung zusammen. Optional kann auch dies als PDF zum Download angeboten werden.

Mein Rat zu Einverständniserklärungen: Erstellen die Teilnehmenden während Ihrer Fortbildung digitale Produkte, z. B. Videos, so bietet es sich an, diese zu veröffentlichen. Hierfür benötigen Sie die Einverständniserklärung der Beteiligten. Der Vorteil ist, dass diese dann nach der Veranstaltung das Material in Ruhe sichten und möglicherweise auch weitergeben können.

Fazit: Eine gute Fortbildung vermittelt Inhalte, die sich die Teilnehmenden zum Großteil selbst erarbeiten. Sie ist transparent, unterhaltsam, abwechslungsreich, informativ und nachhaltig. Beherzigen Sie dies bereits bei der Planung und auch später bei der Durchführung. Einer gelungenen Veranstaltung mit positivem Feedback sollte somit nichts mehr im Wege stehen!


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Keine Ahnung vom Leben nach der Schule? Helfen Sie Ihren Schülern bei der Berufsorientierung

19. November 2018

Ausbildung, Studium oder direkt auf Jobsuche gehen? Viele Schüler wissen nicht genau, was sie nach ihrem Abschluss machen sollen. Das Internet bietet Ihnen und Ihren Schülern eine Menge Möglichkeiten, wie Sie sich gemeinsam auf... So unterstützen Sie Ihre Schüler bei der Berufsfindung.

Ihr Schulimage in der Presse und was Sie rechtlich bei der Darstellung falscher Tatsachen tun können

14. März 2018

Ihre örtliche Presse kann ein guter Partner dafür sein, Ihre Wettbewerbsfähigkeit mit anderen Schulen zu stärken. Immer mehr gehen Eltern dazu über, Presseberichterstattungen oder Online-Bewertungen zu konsultieren, bevor sie... Das können Sie tun, wenn schlechte Presse ihr Schulimage zu zerstören droht

Reziprokes Lesen: Mit dieser Methode steigern Sie die Leseleistung Ihrer Schüler

24. Mai 2018

Julie kommt mit dem Lesen schlecht zurecht. In allen nicht verbalen Bereichen zeigt sie durchschnittliche Leistungen, während sie in den verbalen unterdurchschnittlich abschneidet. Julie gibt schnell auf, wenn sie die Aufgabe... So funktioniert das




Verlag PROSchule

Service: +49 (0) 228-95 50 130
E-Mail: info@schulleiter.de

© 2019, VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft