Bitte mitdenken: mBook vermittelt Geschichte auf besondere Art

31.12.2020

Wissen vermitteln ist eine Sache. Die Schüler zum Reflektieren des Wissens und zum Entwickeln eigener Meinungen anzuregen ist eine ganz andere. Mit dem mBook versucht das Institut für digitales Lernen genau das zu fördern ‒ durch Hinterfragen, und parallele Themenstrukturen. Ein Pilotprojekt, das Sie unserer Meinung nach im Auge behalten sollten.

Geschichte ist mehr als nur das bloße Abrufen von Daten, Namen und Jahreszahlen. Im Geschichtsunterricht geht es darum, die Gegenwart und Zukunft aufgrund der Erfahrungen mit der Vergangenheit bewerten und einordnen zu können. Oder einfacher gesagt: Ihre Schüler sollen lernen, wie sie aus der Geschichte lernen.

Geschichte von A wie Antike bis Z wie Zeitgeschehen

Diesem Anspruch gerecht zu werden, stellt sich das mBook (mbook.schule). Das multimediale Geschichtsbuch des Instituts für digitales Lernen deckt in mehreren Bänden den gesamten Stoff der Sekundarstufe I ab. Aufgerufen wird das mBook über jeden Browser. So kann es auf jeder Plattform genutzt werden, ob Tablet, PC oder Mac.

Wie ein Buch, nur digital

Immer wieder wird darüber diskutiert, ob digitale Lernformen die analogen Schulbücher ersetzen können. Das mBook geht in dieser Frage ganz bewusst einen Mittelweg, indem es seine multimedialen Elemente in den vertrauten Aufbau eines analogen Geschichtsbuchs einbindet. Mit den Pfeiltasten am unteren Bildschirmrand „blättern“ Sie und Ihre Schüler durch die einzelnen Kapitel, ein Klick auf den zentralen „M-Button“ befördert Sie eine Ebene höher.

Am linken Rand des Bildschirms lässt sich zudem eine Kapitelleiste ein- und ausblenden, mit der die Schüler schnell hin und her springen können. Ansonsten setzt das mBook multimediale Elemente gut dosiert an den Stellen ein, wo sie sinnvoll sind.

Gute didaktische Aufbereitung

So finden Ihre Schüler Tonaufnahmen sowie Bildergalerien, Grafiken und Tabellen, die sich per Klick auf eine angenehme Größe vergrößern lassen. Im Gegensatz zu vielen anderen digitalen Lernmedien werden die Schüler beim mBook nicht aus purem Selbstzweck mit animierten Inhalten überfrachtet. Der geschichtliche Text steht immer im Vordergrund.

Weiterführende Inhalte werden in verschiedenfarbigen Kästen in den Text eingebunden. Dies erleichtert die Orientierung, zumal die meisten dieser Kästen standardmäßig nicht aufgeklappt sind. So lenken weder Quellen und Zitate noch Methodenerläuterungen, Darstellungen oder Erkundungen vom Kerntext ab. Sollten sie doch einmal wichtig sein, können sie aber jederzeit, wenn gewünscht, geöffnet, gelesen und gelernt werden.

Anregung zur Reflexion

Die Aufgaben des mBooks sind abwechslungsreich gestellt und gehen häufig über das bloße Abfragen des Inhalts hinaus. Immer wieder werden die Schüler durch ungewöhnliche Fragestellungen aufgefordert, das Gelernte in einem anderen Kontext anzuwenden und so hinter die Strukturen zu blicken.

Dazu passt, dass am Anfang jedes Kapitels der Autor in einem Video erläutert, welche Aspekte er besonders hervorheben wollte. In vielen Epochen wird zudem auf Verhältnisse wie arm – reich, mächtig – machtlos hingewiesen, sodass parallele Strömungen der Geschichte durch den Aufbau des mBooks betont werden. All dies sind Elemente, die die  Reflexion des Gelernten fördern.

Fazit: Es ist fast schade, dass das mBook bisher nur als Pilotprojekt läuft. Sonst würden wir Ihnen sofort raten, das digitale Geschichtsbuch an Ihrer Schule auszuprobieren. Denn es vereint eine gute didaktische Aufarbeitung mit sinnvollen multimedialen Elementen. Einziger Haken: Für einen gelungenen Einsatz brauchen Sie unbedingt einen Klassensatz Tablets.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Reagieren Sie richtig auf permanente Wutanfälle

14. März 2017

Schüler, die zu Wutausbrüchen neigen, können Sie im inklusiven Klassenzimmer vor besondere Herausforderungen stellen. Egal, ob Ihr Schüler die Wut gegen sich selbst oder andere richtet, Sie können ihm gewaltfreie Alternativen... Mit diesen Mitteln helfen Sie Ihrem Schüler

Wie Sie Lernstandserhebungen am besten durchführen

11. Oktober 2017

Inklusiver Unterricht funktioniert am besten, wenn Sie möglichst individualisiert unterrichten. So kann jedes Kind, unabhängig von seinem Leistungsvermögen und Lernstand, Fortschritte in seiner Lernentwicklung machen. Damit... So führen Sie am besten Lernstandserhebungen durch

Die Bibliothek als außerschulischer Lernort – 5 Schritte

24. Oktober 2017

Die Bibliothek hat sich längst vom Archiv zum Bildungsort verändert – Volker Ladenthin weist in seinem Buch „Kulturschulen – Schulkulturen“ (Bonn 2012) ausdrücklich darauf hin. Und richtig: Viele öffentliche... Die Bibliothek als Lernort nutzen




Verlag PROSchule

Service: +49 (0) 228-95 50 130
E-Mail: info@schulleiter.de

© 2019, VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft
Hinweis: Selbstverständlich können Sie unsere kostenlosen Sonder-Reports auch ohne einen E-Mail-Newsletter anfordern. Schreiben Sie uns dafür einfach eine kurze Email. Wenn Sie den schnellsten Weg beibehalten wollen gilt wie immer unser Versprechen: Alle ausgewiesenen Sonder-Reporte sind zu 100% kostenlos und jeden Newsletter können Sie sofort am Ende des Newsletters wieder abbestellen.