Schlüsselqualifikation „Medienkompetenz“ Schülern vermitteln

03.02.2016

Die Bildungsminister der Länder reagierten im Dezember 2014 auf die Veröffentlichung der Ergebnisse der ICILS-Studie zur Medienkompetenz von Schülern mit ausführlichen Erklärungen, welch hohen Stellenwert die Förderung der Medienkompetenz in ihrem Bundesland habe. Doch damit die systematische Förderung der Medienkompetenz tatsächlich Einzug in Ihre Schule hält, ist ein schulweiter Entwicklungsprozess erforderlich. Setzen Sie ihn mithilfe eines Fachteams in Bewegung und behalten Sie ihn im Auge, damit er nicht versandet.

Eine Computer-AG, in der einige Schü­ler ihren „Computerführerschein“ er­werben können, reicht nicht aus. Die Beherrschung von Informations- und Kommunikationstechnologien ist mitt­lerweile eine Kulturtechnik für alle.

Medienkompetenz als Baustein Ihres Schulprogramms

Erstellen Sie mit einem Team unter Lei­tung Ihres IT-Spezialisten ein schulspe­zifisches Medienkonzept, das sowohl die technische Ausstattung als auch ein Mediencurriculum beinhaltet. Integrie­ren Sie es in Ihr Schulentwicklungspro­gramm. So erhält es einen gebührenden Stellenwert und wird auch in der Jahres­planung berücksichtigt, z. B. durch die Einrichtung eines Fachteams, in dem die Umsetzung regelmäßig reflektiert wird. Durch die Vernetzung mit dem Landesmedienzentrum erleichtern Sie die Realisierung.

Digitale Medien als Regel, nicht als Ausnahme

Ein hohes Kompetenzniveau erwerben Ihre Schüler nur, wenn die Nutzung digitaler Medien eine Selbstverständ­lichkeit wird. Setzen sie neue Medien deshalb in allen Jahrgangsstufen ein, in­tegriert in den Unterricht aller Fächer. Das Ziel ist eine schüler- und kompe­tenzorientierte Lehr- und Lernkultur als Teil des Lernens mit virtuellen Medien.

Ziel: ICT-bezogene Kompetenzen

Was genau mit Medienkompetenz ge­meint ist, zeigt ICILS. Im Rahmen der Studie wurden folgende computer- und informationsbezogene Kompetenzen festgestellt:

  • Kompetenzen zur Nutzung von Technologien zur Recherche von In­formationen (z. B. im Internet);
  • die Fähigkeit, die gefunden Infor­mationen im Hinblick auf ihre Qua­lität / Nützlichkeit zu bewerten;
  • die Kompetenz, durch die Nutzung von Technologien Informationen zu verarbeiten und zu erzeugen;
  • die Kompetenz, neue Technologien zur Kommunikation von Informati­onen zu nutzen;
  • Kompetenzen für einen verantwor­tungsvollen und reflektierten Um­gang mit ICT.

Ein Mediencurriculum erstellen

Diese Kompetenzen sind die Hochform der Computer- und Internetnutzung. Sie bauen auf Basiskompetenzen auf, die Voraussetzung für die flexible Nutzung des Internets zur Informationsbeschaf­fung und -verarbeitung sind. Erstellen Sie in Ihrem Medien-Team ein fach-und jahrgangsübergreifendes Curricu­lum, in dem sowohl die Basiskompeten­zen als auch die anwendungsbezogenen Kompetenzen festgelegt werden. Klären Sie folgende Fragen:

  • In welchem Schuljahr werden wel­che Medienkompetenzen geschult?
  • Wie viele Stunden stehen für den Erwerb der Grundkompetenzen zur Verfügung?
  • In welchen Fächern werden die er­worbenen Kompetenzen eingesetzt?
  • Welche Fortbildungen brauchen die Lehrer?
  • Welche Hardware-Voraussetzungen brauchen wir zur Durchführung?
  • Wie wird die PC- / Internetnutzung organisiert?
  • Welche Urheberrechtsbestimmun­gen sind zu beachten?
  • Wie evaluieren wir die Umsetzung?

Das sagen Ihre Kollegen:


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