Warum Sie ein hochbegabtes Kind fördern sollten

27.02.2019

Lilli gehört ohnehin zu den stärksten Schülern der Klasse.
Sie ist sprachgewandt, kreativ und meistert alle schulischen Anforderungen mit Bravour. Besonders in einer inklusiven Klasse stehen hochbegabte Schüler oft nicht im Fokus. Ihre Förderung scheint nicht so „dringlich“ wie die der schwächeren Schüler. Doch ist das im Sinne der Inklusion gerecht? Lesen Sie in diesem Artikel, warum Sie einen hochbegabten Schüler unbedingt fördern sollten.

Der Hochbegabtenverein Mensa e. V. testet jedes Jahr die Intelligenz von rund 3.000 Menschen. Knapp die Hälfte davon ist hochbegabt. Doch diese Begabung muss gefördert werden, ansonsten kann sie verschwinden. Bei fehlender Anregung kann Hochbegabung für Ihren Schüler schnell vom Segen zum Fluch werden. Wenn Sie ein hochbegabtes Kind nicht fördern, können durch Unterforderung massive Probleme im Bereich seiner Leistung und des Verhaltens auftreten.

Ihr Schüler fühlt sich unterfordert

Wird eine Hochbegabung nicht erkannt oder gewürdigt, kann das Verhalten des Schülers schnell fehlinterpretiert werden. Vielleicht wirkt Ihr Schüler gelangweilt und desinteressiert. Dadurch fällt das Kind in Ihrer Klasse möglicherweise gar nicht oder eher negativ auf.

Ihr Schüler stört den Unterricht

Das Kind wird versuchen zu kompensieren, dass es sein Potenzial nicht ausschöpfen kann. Häufig greift es dabei unterbewusst zu negativ-auffälligem Verhalten. Es ist ein Ausdruck seines „Nicht-Verstanden-Fühlens“. Möglicherweise kennen Sie diesen Schüler als Klassenclown oder aggressive tickende Zeitbombe.

Ihr Schüler wird zum Außenseiter

Das Kind lernt nicht, sich selbst mit seiner besonderen Begabung anzunehmen, wenn eine Hochbegabung nicht anerkannt und umfassend gefördert wird. Es kann sich von seiner Umwelt isoliert fühlen. Diese Signale sendet es auch an sein Umfeld. Klassenkameraden reagieren darauf häufig mit Ablehnung.

Die Leistungen Ihres Schülers sinken rapide ab

Obwohl Ihr Schüler das Potenzial zu brillanten Leistungen hat, kann er durch schlechte Noten auffallen – gerade, wenn Hochbegabung nicht erkannt und gefördert wird. Betroffene Kinder neigen dazu, ihre Fähigkeiten bewusst oder unbewusst zu verbergen. Sie haben häufig erlebt, dass ihre Andersartigkeit ihnen zum Nachteil wurde.

Ihr Schüler fällt durch ein negatives Selbstbild auf

Bei fehlender Bestätigung und Anerkennung der Hochbegabung kann Ihr Schüler sich unverstanden und „falsch“ fühlen. Der soziale Anpassungsdruck wirkt sich negativ auf das Kind aus. Sein Selbstbewusstsein wird eingeschränkt und von Selbstzweifeln beherrscht.

Fazit: Fördern Sie auch hochbegabte Kinder

Ein hochbegabtes Kind nicht zu fördern kann zu massiven Problemen führen. Es ist ein Trugschluss, dass diese Schüler keiner besonderen Aufmerksamkeit und Förderung bedürfen. Häufig treten in diesem Fall Probleme mit dem Verhalten des Schülers auf. Sein Selbstbewusstsein leidet und seine Leistungen fallen ab. Setzen Sie darum auf individuelle Förderung, auch bei potenziell überdurchschnittlich leistungsstarken Schülern.

in Trugschluss, dass diese Schüler keiner besonderen Aufmerksamkeit und Förderung bedürfen. Häufig treten in diesem Fall Probleme mit dem Verhalten des Schülers auf. Sein Selbstbewusstsein leidet und seine Leistungen fallen ab. Setzen Sie darum auf individuelle Förderung, auch bei potenziell überdurchschnittlich leistungsstarken Schülern.


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